Dieses Dokument umfasst das Beenden und Neustarten des Apache auf Unix-ähnlichen Systemen. Anwender von Windows NT, 2000 und XP sollten Betreiben des Apache als Dienst lesen, während hingegen Anwender von Windows 9x sowie ME Betreiben des Apache als Konsolenanwendung lesen sollten, um mehr Informationen zur Handhabung des Apache auf diesen Systemen zu erhalten.
Um den Apache zu stoppen oder neu zu starten, müssen Sie
ein Signal an den laufenden kill verwenden, um den Prozessen
direkt Signale zu senden. Sie werden feststellen, dass auf Ihrem
System mehrere TERM,
HUP und
USR1, die nachfolgend beschrieben
werden.
Um dem Elternprozess ein Signal zu senden, verwenden Sie einen Befehl wie z.B.:
Die zweite Methode, dem -k-Befehlszeilenoptionen
stop, restart, graceful und
graceful-stop, wie unten beschrieben. Dies sind Argumente des
Nachdem Sie
Passen Sie diese Beispiele entsprechend Ihren
apachectl -k stopDas Senden des TERM- oder stop-Signals an
den Elternprozess veranlasst diesen, sofort zu versuchen, alle seine
Kindprozesse zu beenden. Es kann einige Sekunden dauern, bis alle
Kindprozesse komplett beendet sind. Danach beendet sich der Elternprozess
selbst. Alle gerade bearbeiteten Anfragen werden abgebrochen.
Es werden keine weiteren Anfragen mehr bedient.
apachectl -k gracefulDas USR1- oder graceful-Signal
veranlasst den Elternprozess, die Kinder anzuweisen, sich
nach Abschluß ihrer momentanen bearbeiteten Anfrage zu beenden
(oder sich sofort zu beenden, wenn sie gerade keine Anfrage bedienen).
Der Elternprozess liest seine Konfigurationsdateien erneut ein und
öffnet seine Logdateien neu. Wenn ein Kindprozess stirbt,
ersetzt der Elternprozess ihn durch ein Kind der neuen
Konfigurations-Generation. Dieses beginnt sofort damit,
neue Anfragen zu bedienen.
Der Code ist dafür ausgelegt, stets die MPM-Direktiven
zur Prozesssteuerung zu beachten, so dass die Anzahl der Prozesse
und Threads, die zur Bedienung der Clients bereitstehen, während
des Neustarts auf die entsprechenden Werte gesetzt werden.
Weiterhin wird
Benutzer von USR1 gesendet
wurde. Der Code wurde so geschrieben, dass sowohl die Zeit minimiert
wird, in der der Server nicht in der Lage ist, neue Anfragen zu
bedienen (diese werden vom Betriebssystem in eine Warteschlange
gestellt, so dass sie auf keinen Fall verloren gehen) als auch
Ihre Parameter zur Feinabstimmung berücksichtigt werden.
Um dies zu erreichen, muss die Statustabelle (Scoreboard),
die dazu verwendet wird, alle Kinder über mehrere Generationen
zu verfolgen, erhalten bleiben.
Das Statusmodul benutzt außerdem ein G, um
diejenigen Kinder zu kennzeichen, die noch immer Anfragen bedienen,
welche gestartet wurden, bevor ein unterbrechungsfreier Neustart
veranlaßt wurde.
Derzeit gibt es keine Möglichkeit für ein
Log-Rotationsskript, das USR1 verwendet, sicher
festzustellen, dass alle Kinder, die in ein vor dem Neustart
geöffnetes Log schreiben, beendet sind. Wir schlagen vor, dass
Sie nach dem Senden des Signals USR1 eine angemessene
Zeitspanne warten, bevor Sie das alte Log anfassen. Wenn beispielsweise
die meisten Ihrer Zugriffe bei Benutzern mit niedriger Bandbreite
weniger als 10 Minuten für eine vollständige Antwort
benötigen, dann könnten Sie 15 Minuten warten, bevor Sie auf
das alte Log zugreifen.
-t überprüfen
(siehe auch apachectl -k restartDas Senden des Signals HUP oder restart
veranlaßt den Elternprozess, wie bei TERM alle seine
Kinder zu beenden. Der Elternprozess beendet sich jedoch nicht. Er liest
seine Konfigurationsdateien neu ein und öffnet alle Logdateien
erneut. Dann erzeugt er einen neuen Satz Kindprozesse und setzt die
Bedienung von Zugriffen fort.
Benutzer von HUP
gesendet wurde.
apachectl -k gracefull stopDas WINCH- oder graceful-stop-Signal
veranlasst den Elternprozess, die Kinder anzuweisen, sich nach
Abschluß ihrer momentan bearbeiteten Anfrage zu beenden (oder sich
sofort zu beenden, wenn sie gerade nichts bedienen). Der Elternprozess
entfernt dann sein TERM-Signal gesendet, um diesen
zum Beenden zu zwingen.
Ein TERM-Signal beendet den Elternprozess und alle
Kindprozesse unverzüglich, wenn sie sich im "graceful"-Status
apachectl oder
httpd senden können.
Das Signal graceful-stop ermöglicht Ihnen den
Betrieb mehrerer identisch konfigurierter Instanzen von httpd
zur gleichen Zeit. Dies ist eine mächtige Funktionalität bei der
Aufrüstung des Apache. Sie kann jedoch bei einigen Konfigurationen
auch zur gegenseitigen Blockierung und zu Wettlaufsituationen
führen.
Es ist besonders darauf zu achten, dass auf Festplatte gespeicherte
Dateien wie httpd sich nicht
gegenseitig die Dateien zerstören.
Sie sollten ebenfalls vorsichtig mit möglichen Wettlaufsituationen
sein, wie beispielsweise der Verwendung von weitergeleiteter
Protokollierung nach der Art von
Vor der Version 1.2b9 des Apache existierten verschiedene
Wettlaufsituationen
Bei Architekturen, die ein HUP) oder "long lost
child came home!" ("Der verlorene Sohn ist heimgekehrt", nach einem
USR1) führen. Ersteres ist ein schwerer Fehler,
wärend letzteres lediglich bewirkt, dass der Server einen Eintrag
in der Statustabelle verliert. So kann es ratsam sein, unterbrechungsfreie
Neustarts zusammen mit einem gelegentlichen harten Neustart zu verwenden.
Diese Probleme lassen sich nur sehr schwer umgehen, aber
glücklicherweise benötigen die meisten Architekturen keine
Statustabelle in Form einer Datei. Bitte lesen Sie für Architekturen,
die sie benötigen, die Dokumentation zu
Alle Architekturen haben in jedem Kindprozess eine kleine Wettlaufsituation, welche die zweite und nachfolgende Anfragen einer persistenten HTTP-Verbindung (KeepAlive) umfaßt. Der Prozess kann nach dem Lesen der Anfragezeile aber vor dem Lesen der Anfrage-Header enden. Es existiert eine Korrektur, die für 1.2 zu spät kam. Theoretisch sollte das kein Problem darstellen, da der KeepAlive-Client derartige Ereignisse aufgrund von Netzwerk-Latenzzeiten und Auszeiten des Servers erwarten sollte. In der Praxis scheint keiner von beiden beeinflußt zu werden -- in einem Testfall wurde der Server zwanzig mal pro Sekunde neu gestartet, während Clients das Angebot abgegrast haben, ohne kaputte Bilder oder leere Dokumente zu erhalten.